Chinas Immobilienmarkt hat reichlich Potenzial
ESI-Geschäftsführer Florian Schmied nimmt in der Süddeutschen Zeitung Stellung
Wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) vom 30. Juli berichtet, könnte China schon 2011 mächtigster Immobilienmarkt in der Großregion Asien-Pazifik werden und damit Japan verdrängen. Nach inoffiziellen Angaben ist dies sogar bereits geschehen.
Einer der Motoren des chinesischen Wirtschaftswachstums ist zweifellos die Baubranche. "Das Interesse an asiatischen Wohnimmobilien ist enorm groß", so John Stinson - beim internationalen Immobiliendienstleister DTZ der Leiter des Transaktionsgeschäfts im Asien-Pazifik-Raum - in der SZ. Eine starke Nachfrage gehe gleichermaßen von Eigennutzern, Investoren und Mietern aus.
In China seien erhebliche regionale Preisunterschiede bei Wohnimmobilien festzustellen. In Shanghai und Beijing sei das Preisniveau relativ hoch. Völlig anders stelle sich die Lage in vielen kleineren Städten dar, die von ausländischen Kapitalanlegern allerdings oft weniger beachtet werde.
"In Städten wie Shenyang werden mit 400 Euro bis 900 Euro je Quadratmeter", so ESI-Geschäftsführer Florian Schmied zur SZ, "noch deutlich geringere Preise erzielt." Deshalb seien diese Städte trotz eines Preisanstiegs noch weit von einer Blasenbildung entfernt. Dagegen sei in den chinesischen Metropolen "das Potenzial bereits ausgeschöpft".
Um einer Blasenbildung in diesen Metropolen rechtzeitig entgegenzuwirken, greift der chinesische Staat vorsorglich korrigierend in den Markt ein. Das geschieht nicht uneigennützig. Denn der Immobilienmarkt stellt eine beträchtliche staatliche Einnahmequelle dar. "China hat großes Interesse daran, den Markt stabil und gesund zu halten", so Florian Schmied weiter in der SZ.
Der Erfolg gibt den Chinesen Recht, denn sie haben schneller als beispielsweise Deutschland oder die U.S.A. die Wirtschaftskrise hinter sich gelassen. "Die Erholung der Wirtschaft in Kombination mit dem regulierenden Einfluss der chinesischen Zentralregierung wird einer Blasenbildung vorbeugen", betont der ESI-Geschäftsführer.
Im Übrigen, so die SZ, sei die Kreditausfallquote bei privaten Kreditnehmern "sehr gering". Eine wichtige Rolle spielt offenbar die zurückhaltende Kreditvergabepolitik der Banken. Für geringe Kreditausfälle sorge aber auch die relativ hohe Eigenkapitalversorgung der Immobilienkäufer. Fazit der SZ: "Sie haben offenbar ein anderes Verständnis, was die Schuldenaufnahme angeht." Für Verkäufer der Immobilien ebenso wie für finanzierende Banken ist das zweifellos eine recht komfortable Situation.
Der vollständige Artikel lässt sich unter dem folgenden Link herunterladen: Süddeutsche Zeitung Artikel.
