Investoren recherchieren vor Ort
Anleger und Berater informieren sich über ESI-Projekte in Shenyang
An der Quelle ist das Wasser am klarsten. Die altchinesische Weisheit gilt auch für Kapitalanlagen. Davon konnten sich während eines China-Besuchs die 18 Teilnehmer, darunter Anleger und Berater, überzeugen. Zwischen dem 27. September und dem 2. Oktober machten sie sich an der Quelle - vor Ort in Shenyang - ein eigenes Bild vom Stand der Projektentwicklung des Fonds ESI China 1 und des voraussichtlichen ESI China 2 Projekts.
Im Reich der Mitte startete die Reise in der Hauptstadt Peking oder Beijing, wie die Chinesen sagen. In der dortigen ESI-Verwaltung stellte ESI-Geschäftsführer Florian Schmied den Reiseteilnehmern in Grundzügen den chinesischen Immobilienmarkt mit seinen unterschiedlichen, in Europa oft unbekannten oder verkannten Facetten vor. Wie sich die ESI-Projekte in das fernöstliche Immobiliengeschäft einpassen und welche nachhaltigen Ziele ESI dort verfolgt, erfuhren die Teilnehmer ebenfalls vom ESI-Geschäftsführer.
Selbstverständlich kam auch das Sightseeing nicht zu kurz. So bestieg die Reisegruppe das Weltkulturerbe Chinesische Mauer ("Große Mauer"), ein wahres Muss für China-Touristen. In Pekings Zentrum flanierten die Besucher über den Platz des himmlischen Friedens (den weltweit wohl größten befestigten Platz) und verloren sich beinahe in den Weiten der Verbotenen Stadt, bis 1911 Sitz chinesischer Kaiser und vor rund 25 Jahren von der UNESCO als Weltkulturerbe geadelt.
Weiter ging es mit dem Flugzeug zu dem Projektstandort der ESI-Investitionen in Shenyang. Die über sieben Millionen Einwohner zählende Metropole - eine so genannte Stadt zweiten Ranges und Hauptstadt der Provinz Liaoning sowie Wirtschafts- und Kulturzentrum von Nordostchina - überraschte die Besucher aus Deutschland nicht nur durch ihre gewaltigen Ausmaße. Besonders beeindruckt zeigte sich die Delegation von der Ausstellungshalle des Stadtplanungszentrums. Über nicht weniger als fünf Etagen wird die Entwicklung von Shenyang dargestellt. Highlight ist zweifellos das etwa 15 mal 15 Meter große Stadtmodell. Spezielle Lichteffekte unterstreichen die Dimension der Stadtentwicklung.
Am nächsten Morgen stand ein Besuch des ESI-Projekts auf dem Programm. Zunächst wurde das zweistöckige, direkt vis à vis der Baustelle liegende Baubüro besichtigt. Bauleiter Dimitrios Kolaxis führte die Delegation über das Gelände und erklärte die aktuellen Arbeiten sowie die nächsten Schritte des Bauvorhabens. Der Bauleiter, diplomierter Bauingenieur, ist beim ESI-Projekt ein Mann der ersten Stunde und beherrscht - eher eine Seltenheit - das Chinesische in Wort und Schrift (der Euro Sino Investment Newsletter hatte ihn in der Ausgabe Juli 2010 näher vorgestellt). Und auch im Rahmen der Objektbegehung wurden verbliebene Fragen der Gäste zum Bau und Baufortschritt aus erster Hand beantwortet.
Der Nachmittag sah die Besuchergruppe auf der Fahrt in die sehenswerte Küsten- und Hafenstadt Dalian, ebenso wie Shenyang in der Provinz Liaoning gelegen. Dort war ein Termin mit Wanheng, dem Joint-Venture-Parter von ESI, arrangiert. Wei Gang, Vizepräsident und Direktor von Wanheng, lud die Besuchergruppe zum Mittagessen in der Unternehmenszentrale ein und präsentierte seine Unternehmensgruppe und den Führungsstab.
Hier hatten die Besucher ebenfalls reichlich Gelegenheit, Wissen "an der Quelle" zu schöpfen. Herr Wei stand den Teilnehmern zu sämtlichen Fachfragen ausführlich Rede und Antwort. Damit wurde den Anlegern und Beratern auch bei diesem Treffen klar, wie die chinesischen Partner das Projekt, die generelle Lage der Volkswirtschaft und besonders die Situation und die Trends der Immobilienszene beurteilen.
Der Unterschied zwischen den drei besuchten Großstädten ist den Reiseteilnehmern nicht zuletzt beim Vergleich der durchschnittlichen Quadratmeterpreise für hochwertige Wohnungen deutlich geworden. Für Peking, eine Stadt ersten Ranges, werden Quadratmeterpreise von über 50.000 Renminbi (RMB) oder umgerechnet etwa 5.700 Euro aufgerufen. In der bereits weit industrialisierten Stadt zweiten Ranges Dalian, sind Durchschnittswerte ab 20.000 RMB oder rund 2.300 Euro marktüblich. Dagegen liegt der Preis für den Quadratmeter Qualitätswohnfläche in Shenyang - gleichermaßen einer Stadt zweiten Ranges, aber in der die Industrialisierung gerade erst beginnt - noch bei knapp unter 10.000 RMB (rund 1.100 Euro).
Lesen Sie bitte dazu den Reisebericht eines Delegationsteilnehmers: Persönlicher Reisebericht
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